Archiv der Kategorie: Tipp

USB-Sticks und SD-Karten validieren

Nicht immer funktionieren USB-Sticks und SD-Karten so wie sie sollen. Bei meiner letzten Bestellung aus China hatte ich den Verdacht, dass einige SD-Karten defekt waren – sie funktionierten für einen kurzen Zeitraum und gaben dann den Geist auf. Aus der c’t kannte ich das Programm H2testw, mit dem Flashspeicher geprüft werden kann. Dazu wird das Speichermedium mit Testdaten vollständig beschrieben und die Daten anschließend wieder gelesen. Wenn alles korrekt läuft, stimmen die gelesenen Daten mit den ursprünglich geschriebenen Daten überein. Das kann je nach Größe des Speichermediums durchaus eine Weile dauern.

Für Linux gibt es hierfür das Paket f3, das mit den Programmen f3write und f3read das gleiche tut. Für einen korrekten USB-Stick läuft das Programm wie folgt ab:

$ f3write /media/STICK/
Free space: 196.84 MB
Creating file 1.h2w ... OK! 
Free space: 0.00 Byte
Average writing speed: 6.76 MB/s

Anschließend werden die geschriebenen Daten wieder gelesen.

$ f3read /media/STICK/
                  SECTORS     ok/corrupted/changed/overwritten
Validating file 1.h2w ... 403128/        0/      0/      0

  Data OK: 196.84 MB (403128 sectors)
Data LOST: 0.00 Byte (0 sectors)
          Corrupted: 0.00 Byte (0 sectors)
   Slightly changed: 0.00 Byte (0 sectors)
        Overwritten: 0.00 Byte (0 sectors)
Average reading speed: 7.75 MB/s

 

Wie produziert man heute ein C64-Spiel?

Früher wurden Spiele für den C64 in Schachteln ausgeliefert. Die Schachtel kaufte man im Laden und darin befand sich eine Diskette oder Kassette sowie eine Anleitung. Aber wie produziert man ein Spiel für den C64 heutzutage? Der 8-Bit-Guy hat das Spiel Planet X2 für den C64 selbst produziert – inklusive Soundtrack, Schachtel, Grafiken, Anleitung und Vertrieb. Den Prozess der Entwicklung hat er in dem kurzweiligen Video Planet X2 for the Commodore 64 dokumentiert. Hier fließen Entscheidungen darüber, wie die 64 kB RAM des C64 genutzt werden können, ebenso ein wie das Beta-Testing und die Bestellung und Produktion von Disketten.

Einen Monat lang vegan

Ich habe es ausprobiert und mich einen Monat lang vegan ernährt. Das bedeutet, dass ich auf alle tierischen Produkte in meiner Ernährung verzichtet habe. Dies schließt Fleisch, Fisch und andere tierische Produkte wie Milch, Käse, Schokolade, Sahne, Eier oder Honig mit ein. Während dieser Zeit hatte ich einen Newsletter von PETA abonniert, der mich täglich informiert, ermuntert und mit neuen Rezepten ausgestattet hat.

Während dieses Monats habe ich mich viel mit meiner Ernährung und deren Produktion auseinandergesetzt. Ich habe viele – teils sehr emotionale – Gespräche mit Freunden und Verwandten darüber geführt und manchmal auch führen müssen – ganz ohne meine Initiative. Ich habe Gespräche initiiert und musste mich rechtfertigen, wenn ich von meinem Projekt gesprochen habe. Ich habe mit Dokumentationen angesehen und Artikel gelesen.

Mein Fazit

Nun ist der Monat um und ich möchte ein persönliches Fazit ziehen.

Zuerst und als Wichtigstes möchte ich festhalten, dass ich eine Menge gelernt habe – alleine schon dadurch, einen anderen Standpunkt eingenommen zu haben. Es ist immer gut, den Standpunkt zu wechseln, wenn man sich mit einem Thema differenzierter auseinandersetzen möchte.

Nach diesem Monat sagt mir mein Gefühl nun, dass Vieles in der industriellen Produktion von Nahrungsmitteln im Argen liegt und, dass die industrielle Nutztierhaltung häufig grausam und quälerisch verläuft. Ich habe „mein Gefühl“ geschrieben und es damit als meinen persönlichen Eindruck deklariert, da es schwer ist, objektive Berichte zu bekommen, da die verschiedenen Parteien natürlich versuchen, ihren eigenen Standpunkt positiv darzulegen. Zudem ist die Lobby der Nahrungsmittelindustrie eine der größten und stärksten Lobbys in Deutschland und Europa – was eine objektive Auseinandersetzung zudem erschwert.

Ich möchte die kritischen Argumente daher an dieser Stelle nicht wiederholen, sondern auf einige Quellen verweisen, die ich während dieses Monats aufgetan habe. Besonders erhellend waren die folgenden Videos.

In dem ersten Video „Beyond Carnism“ versucht Melanie Joy vor allem soziale und gesellschaftliche Aspekte des Fleischkonsums, den sie Karnismus nennt, zu beschreiben. Im hinteren Teil des Videos werden einige grausame Bilder gezeigt, auf die sie jedoch behutsam vorbereitet.

Im nächsten Video „A Life Connected“ werden ganz unterschiedliche Aspekte einer veganen Lebensweise angesprochen, die über den Aspekt der Liebe gegenüber Tieren hinausgeht. Dies sind Punkte der Gerechtigkeit, des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit. Alles Aspekte, die mir bisher gar nicht so klar waren. Das Video wurde von PETA produziert und kommt weitgehend ohne die sonst üblichen harten Bilder aus.

Und nun?

Wie geht es nun weiter? Der Monat ist um und ich habe beschlossen, zu versuchen, auf Fleisch, Fisch und Eier zu verzichten. Wenn möglich, möchte ich auch versuchen, Milch und davon abgeleitete Produkte wie Käse zu vermeiden, nach Alternativen zu schauen oder zumindest den Konsum zu reduzieren.

Dies sind meine Haupterkenntnisse dieses Projektes: Absolute Standpunkte helfen nicht weiter. Informiere dich über das, was du isst. Informiere dich, unter welchen Bedingungen es hergestellt wurde. Und informiere dich über Alternativen. Achte nicht ausschließlich auf den Preis. Würden sich mehr Menschen kritisch mit ihren Nahrungsmitteln auseinandersetzen, würde dies vermutlich schon helfen.

Weitere Links:

Buchtipp: „Little Brother“ von Cory Doctorow

cc: Richard Wilkinson

cc: Richard Wilkinson

In dem Roman „Little Brother“ erzählt Cory Doctorow die Geschichte der Geheimdienste nach den Anschlägen auf das World Trade Center in einem alternativen Amerika. Neben einer spannenden Geschichte für Jugendliche kommen auch Erwachsene auf ihre Kosten, wenn technische Details von Überwachungsmaßnahmen erläutert und die Gegenmaßnahmen mit Hilfe von Kryptographie vorgestellt und hinterfragt werden.

Das Buch und auch die deutsche Übersetzung sind unter einer freien Lizenz im Netz verfügbar. Für alle, die sich für die Erklärungen technischer Konzepte interessieren, habe ich die relevanten Passagen an dieser Stelle zusammengefasst.

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Auf dem Weg ins Zeitalter der Weisheit

Ricardo Semler fragt sich, wie man vom Informationszeitalter endlich in das Zeitalter der Weisheit kommt. Er fragt dabei nach dem Sinn unserer Existenz und kommt zu erstaunlich plausiblen Erkenntnissen, die er für das Privatleben, den Beruf und die Bildung umsetzt. Nicht durch Theorien und Modelle, sondern durch konkrete Projekte und Erfahrungen, die er in mehreren Jahrzehnten gesammelt hat.

Anschauen, nachdenken und das eigene Leben ändern. Nicht später, nicht gleich, sondern jetzt!

Sammelsurium (1)

cc: Freepik

cc: Freepik

Eine Sammlung von Links, die es nicht in einen eigenen Artikel geschafft haben aber trotzdem interessant sind.

Watchmen – ein Lobgesang

Es ist mal wieder an der Zeit eine uneingeschränkte Empfehlung abzugeben. Watchmen ist ein Comic von Alan Moore aus dem Jahr 1998, dem eine Verfilmung von Zack Snyder im Jahr 2009 folgte. Ich muss zugeben, nicht viel von Superheldencomics gehalten zu haben, bevor ich Watchmen gelesen habe. Die Geschichten schienen mir immer nur Projektionsflächen für die unerfüllten Phantasien kleiner Jungs zu sein. Watchmen hat diese Einstellung nachhaltig geändert. Der Comic erzählt die Geschichte einer Superheldengruppe über zwei Generationen. Hierbei wird eine alternative Zeitleiste zwischen 1940 bis 1985 aufgespannt. Dabei greift Moore gesellschaftliche, politische und soziale Phänomene der Zeit auf und spinnt daraus eine spannende und hintergründige Geschichte. Er greift tief in die Methodenkiste bildhafter und narrativer Erzählformen. Als Konsequenz platzierte das TIME-Magazine die Graphic Novel in die Top 100 der besten englischen Romane seit 1923 – als einzigen Vertreter der Gattung Comic.

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Dateianhang für PDF

Ein wenig bekanntes Feature ist, dass man PDF-Dokumenten Dateien anhängen kann – wie auch bei E-Mails. So kann man immer die Originaldokumente anhängen, aus denen das PDF entstanden ist. Hierfür gibt es das PDF Toolkit – kurz pdftk. Unter Linux klappt es mit der folgenden Kommandozeile.

~> pdftk datei.pdf attach_files anhang.odt to_page 1 output dateiMitAnhang.pdf

Hier findet ihr ein Beispieldokument mit Anhang.

Backup über SSH und eine Pipe

Es ist schön, wenn es unter Linux mal ganz einfach geht, ein Backup via Remotesteuerung zu erstellen. So habe ich ein kleines Script erstellt, mit dem ich die Owncloud auf meinem RaspberryPi sichere. Via SSH wird ein Tarball erzeugt, der auf meinen Rechner übertragen und dort durch gzip-geleitet wird. Dadurch entstehen keine temporären Dateien auf dem Pi und er wird auch nicht mit ZIP-Aufgaben belästigt.

DATUM=$(date --iso)
ssh pi@raspberrypi "tar cf - /var/www/owncloud/" | gzip -c > ${DATUM}-owncloud.tar.gz