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Gar nicht so schlaue Tradfri-Lampen von IKEA

Die Problemstellung ist eigentlich ganz einfach: In unserer Wohnung gibt es einen Flur ohne Fenster – der demnach immer recht dunkel ist. Wenn man durch den Flur hindurchgehen möchte, macht man das Licht an, geht in den nächsten Raum und mach dann das Licht wieder aus. Wie schön wäre es, wenn man einen Bewegungsmelder hätte, der diese Lampen automatisch ein- und ausschalten würde. Von Ikea gibt es nun eine Reihe Lampen und Zubehör, die sich miteinander über das Protokoll ZigBee verbinden lassen – genannt Tradfri.

Also bin ich losgezogen und habe mir ein solches Lampenset gekauft. Die Installation verlief ohne Probleme: Lampen werden in die Fassung geschraubt, man hält einen kleinen Bewegungsmelder in sehr kurzem Abstand direkt daneben, drückt auf einen Knopf und die beiden Geräte sind miteinander verbunden. Am Bewegungsmelder lässt sich einstellen, wie schnell die Lampen bei einer erkannten Bewegung wieder ausgehen sollen (nach ein, fünf oder zehn Minuten). Zudem kann man einstellen, ob der Bewegungsmelder  bei Tag oder nur bei Dunkelheit arbeiten soll. Das klappt alles ganz gut und auch so, wie ich mir das vorgestellt habe. Bei einem Preis von 15 € pro Lampe (E14-Sockel) und 18 € für den Bewegungsmelder ist der Spaß im Bereich der Smart-Home-Lampen im akzeptablen bis günstigen Bereich.

Als weiteres Feature der Lampen habe ich von der Kompatibilität mit Philips Hue Bridges gehört. Also habe ich das auch einmal mit einer alten Hue Bridge der ersten Generation ausprobiert. Leider klappte das nicht wie gewünscht. Verschiedene Blog-Artikel weisen darauf hin, dass die Lampen erst ab einer gewissen Firmware Versionen mit den Bridges kommunizieren können. Um die Lampen auf eine neue Firmware zu aktualisieren oder gar auszulesen, benötigt man jedoch ein weiteres Gerät von Ikea: ein Tradfri-Gateway. Dieses Gateway ist, zumindest hier im Ruhrgebiet, derzeit überall ausverkauft und mit 30 € auch einigermaßen teuer. Die Verbindung der Lampen mit dem Gateway ist mir daher leider nicht gelungen.

Da die Lampen aber dennoch das tun, was sie sollen – auch ohne eine Kommunikation mit einem zentralen Gateway – werde ich sie behalten und weiter testen. Für die Integration über ein Gateway und damit auch als Schnittstelle mit anderen Geräten würde ich jedoch wieder auf Lampen zurückgreifen, die den Standard besser unterstützen.