Micropython auf einem ESP8266

esp8266

Hinter Micropython verbirgt sich eine Variante von Python, die auf Mikrocontroller zugeschnitten ist. Der ESP8266 ist ein recht günstiger (~4$) Baustein mit WLAN-Funktionen, für den jetzt eine Micropython-Firmware erschienen ist. Über das Development-Kit, das auf dem Bild zu sehen ist, verfügt der Baustein über einen USB-Anschluss, über den man mit dem Chip kommunizieren kann. Die PINs sind herausgeführt und lassen sich in Schaltungen verwenden.

Nun soll die Firmware für Micropython installiert werden. Diese lässt sich von der Webseite herunterladen. Für die Installation gibt es das Tool esptool.py, das sich ebenso einfach installieren lässt.

$ sudo pip2 install esptool

Leider funktioniert esptool derzeit nur mit Python2.

Anschließend kann die vorhandene Firmware auf den ESP8266 zunächst gelöscht und mit dem zweiten Befehl die neue Firmware übertragen werden.

$ esptool.py --port /dev/ttyUSB0 erase_flash
$ esptool.py --port /dev/ttyUSB0 --baud 115200 write_flash --flash_size=8m 0 esp8266-20160825-v1.8.3-49-ga589fa3.bin

Bei mir kam es bei Geschwindigkeiten über 115200 Baud zu Probleme, weshalb ich die Geschwindigkeit reduziert habe. Die Befehle habe ich der Anleitung von mircopython entnommen.

Nun kann mit einem Terminalprogramm auf den Microcontroller zugegriffen werden. Das geht mit Putty, minicom oder auch miniterm.py.

$ miniterm.py /dev/ttyUSB0 115200

Sollte miniterm.py noch nicht installiert sein, so kann es mit „pip install pyserial“ nachinstalliert werden.

Im Anschluss erhält man eine Python-Konsole, die man für eigene Projekte verwenden kann. Beim Start steht der ESP als Access Point zur Verfügung, auf den sich Clients mit dem Standardpasswort ‚micropythoN‘ verbinden können. Für den Dateitransfer kann dann das Kommandozeilentool webrepl_cli.py verwendet werden.

Anlagen

Sammelsurium – Mai, Juni 2016

cc: Freepik

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Die Monate vergehen. Im Rückblick auf die Monate Mai und Juni haben sich wieder viele interessante Links gesammelt.

Tweets aus dem Mai 2016:

  • #Chatops scheinen der neue heiße Schei** zu sein. System Administration über den Chat-Client.  [Quelle]
  • #nomophobia  [Quelle]
  • „Evil is an extensible vi layer for Emacs“ #nerdhumor [Quelle]
  • HypriotOS bringt Docker auf den #RaspberryPi  [Quelle]
  • Mathematik ist wichtig für die Demokratie.  [Quelle]
  • Videoaufnahmen der Sonne in 4K von der NASA. [Quelle]
  • ESC auf den Punkt gebracht von @BR_quer [Quelle]
  • Das besagt ja schon Godwins Gesetz.  [Quelle]
  • „Mädchen können nicht programmieren.“ [Quelle]
  • LibreOffice-Dokumente im fodt-Format werden als Klartext-XML abgespeichert. Gut für Suche, diff und Versionierung [Quelle]
  • „Schatz, bin gleich wieder da. Bin nur kurz zum Patchkabelautomat.“  [Quelle]
  • Schöne Seite mit kuratierten Podcast-Empfehlungen. [Quelle]
  • Abstimmen per App kostet genau so viel wie die Abstimmung mit einer SMS. #ESC #Unfug [Quelle]
  • Interessant, was ich so auf meinem E-Book-Reader entdecke.  [Quelle]
  • Dezentrale Autonome Organisationen auf der Ether Blockchain. Mehr Meta geht nicht. #Bitcoin [Quelle]
  • .@Hhamo37 Unsere Fachhochschulreife-Prüfungen finden auch morgen statt. Ich drücke deinen & meinen Schülern die Daumen & wünsche viel Erfolg
  • Bei edeka kann man sogar mit #Bitcoin zahlen. [Quelle]
  • pixi Kinderbücher machen Werbung für Adblock Plus – gruselig. [Quelle]
  • Sascha Lobo hat wieder viele kluge/böse Dinge auf re:publica gesagt. [Quelle]
  • Ein Kondomautomat, der #Bitcoin ausspuckt. [Quelle]
  • In der Calendar-Klasse von Java gibt es 13 Monate in einem Jahr.  [Quelle]
  • Mit lassen sich EUR an Bitcoin-Adressen senden. #Bitcoin #BTC [Quelle]
  • Mit lassen sich Bitcoins in EUR an IBAN-Adressen senden. #Bitcoin #BTC [Quelle]
  • Eine Liste mit seltsamen Artikeln bei Wikipedia. [Quelle]
  • Schlechte Ethik-Noten für GitHub von der Free Software Foundation:Eine Teil-Schuld trifft der Einsatz von JavaScript [Quelle]
  • Eine neue, grafische, Notation für Potenzen, Wurzeln und Logarithmen: Triangle of Power. [Quelle]
  • „Open Source Digital Signage content management system /w Windows display player software.” [Quelle]
  • „Spielend“ Programmieren lernen. [Quelle]
  • Interessant: Bitcoin-Adressen und die zugehörigen Schlüssel sich offline erzeugen und dann sogar nutzen. [Quelle]
  • Doku der BBC über das Fidonet. [Quelle]
  • RTFM heißt heute STFW. [Quelle]
  • Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum @radiotux 15 Jahre sind eine lange Zeit.  [Quelle]

Tweets aus dem Juni 2016

  • „Mathematik und Deutsch waren meine drei gutesten Fächer.“
  • Zur Lage der Nation. Eine Zusammenfassung. [Quelle]
  • Mein Artikel zu Docker im Schuleinsatz ist jetzt auch bei Pro-Linux erschienen. [Quelle]
  • Mathematikerwitze. [Quelle]
  • Wem die gewöhnlichen Rubikwürfel zu einfach sind, sollte sich die 4-dimensionale Version vornehmen. [Quelle]
  • Sehr weise. [Quelle]
  • Wer will Leerzeichen mit Nullbreite in Variablenbezeichnern?  [Quelle]
  • Oh shit, ist HTML kaputt.  [Quelle]
  • Wenn Nerds Fußball gucken. [Quelle]
  • Browserinteraktion im Textbrowser lynx aufnehmen: lynx -cmd_log=FILENAME Aufgenommene Session abspielen: lynx -cmd_script=FILENAME
  • Die Pyramiden wurden mit Alienwissen erbaut. #mussmanwissen [Quelle]
  • map, filter und reduce in Bildern erklärt.  [Quelle]
  • Passt auf eure Gesundheitsdaten auf.  [Quelle]
  • Lehrer verklagt Schülerin nach Beleidigung auf Facebook und bekommt recht. #Netiquette [Quelle]
  • Happy Birthday Tetris. [Quelle]
  • Nichts zu verbergen? Dann ist diese Toilette sicher auch kein Problem für dich. [Quelle]
  • Uns geht es wohl doch ganz gut. [Quelle]
  • Die neue Ausgabe des „freies magazin“ ist da – mit einem Beitrag von mir über den Einsatz von #Docker i.d. Schule. [Quelle]
  • Is zwar geheim, aber ich verrate es trotzdem. [Quelle]
  • Gefakte Gebärdensprache beim Webvideopreis. #wvp16[Quelle]
  • Danke, #IRC für deine schnelle und gute Hilfe zu jeder Tages- und Nachtzeit.
  • „ich bin so schlecht im Wohnen, dass ich mich beim Anblick prunkvoller Hotelrezeptionen immer unqualifiziert fühle“ [Quelle]
  • JPEG Kompression. [Quelle]
  • Als aus der 4 eine 5 wurde. [Quelle]
  • „Ich habe doch nichts zu verbergen.“ „Doch!“ [Quelle]
  • So funktionieren soziale Netzwerke wirklich.  [Quelle]
  • Wenn alte Haudegen ihr Backupkonzept vorstellen. [Quelle]
  • Mein neues Passwort. [Quelle]
  • Wer nichts zu verbergen hat … [Quelle]

Sammelsurium – März, April 2016

cc: Freepik

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Es wieder eine Weile her seit meiner letzten Zusammenfassung über das Netzgeschehen. Es meine Netz-Splitter aus dem März und April.

Tweets aus dem März

  • Immer diese Hacksen.  [Quelle]
  • Die bash unter Windows. Früher Aprilscherz? [Quelle]
  • Mit fping kann man ein ganzes Subnetz anpingen: fping -g 192.168.1.0/24
  • Toll: #Python kann Mehrfachvergleiche der Form: 1 < x < 5.
  • Ich Chefin, du Nixin.
  • Deutscher MOOC zu Netzwerksicherheit startet heute.  [Quelle]
  • Diese 64k-Demos sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. \o/  [Quelle]
  • mimimi [Quelle]
  • So sehen Hacker aus. Aus Sicht der Medien. [Quelle]
  • Er hätte den Job fast bekommen.  [Quelle]
  • Interessant: Eine Round-Robin-Database speichert Daten und fasst sie zusammen, damit die Größe nicht beliebig wächst  [Quelle]
  • 🙂  [Quelle]
  • Gutes Interview mit Frauke Petry bei der englischen Version der deutschen Welle. [Quelle]
  • Wieder eine spannende Ausstellung.  [Quelle]
  • #Aphorismus  [Quelle]
  • Universities should ban PowerPoint – It makes students stupid and professors boring  [Quelle]
  • Eine schöne Analyse über den Wandel und Verfall der Inhalte bei YouTube – und warum Google nichts dagegen tun kann. [Quelle]
  • „Beschwerde“ heißt jetzt „Kundenreaktionsmanagement“.
  • Was tolles im Internet entdeckt? Einfach mal beim Autor bedanken. So persönlich, nicht nur Herz oder „Gefällt mir“ klicken.
  • Die esoterischen Programmiersprachen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.  [Quelle]
  • Freedom Tours: Freie Software auf Rädern.  [Quelle]
  • Danke für den tollen Raspi-Workshop bei #itnrw16  [Quelle]
  • Rekursion im Tierreich.  [Quelle]
  • Ist der durchnittlichste der Durchschnittlichen etwas Besonderes?
  • Making-Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen. Handbuch zum kreativen digitalen Gestalten  [Quelle]
  • Erstaunlich aber wahr: Impfen wirkt! Battling Infectious Diseases in the 20th Century: The Impact of Vaccines [Quelle]
  • Erste Lektion beim Löten: Wo darf man den Lötkolben anfassen? [Quelle]
  • ÖPNVKarte – eine tolle Karte für den ÖPNV. Basierend auf den Daten von #OpenStreetMap [Quelle]
  • Challenge accepted. [Quelle]
  • Irgendwas hat Japan da anders gemacht mit der Bildung. #gender  [Quelle]
  • „Die Hostsharing eG ist ein genossenschaftlich organisierter Webhoster.“ Spannend.  [Quelle]
  • Ein paralleler Aufruf für vier Kerne mit xargs: echo 1 1 1 1 1 | xargs –max-procs 4 –max-args 1 sleep

Tweets aus dem April

  • Aliens mit Dyson Sphäre entdeckt? #wtf [Quelle]
  • Jetzt verstehe ich endlich die Grundlagen der Elektrotechnik. Prost. [Quelle]
  • Airbus, Praktikum, Bremen, Ariane 5, RaspberryPi, Python  [Quelle]
  • Immer diese hippen Nerds von #GameOfThones mit ihren noch hippigeren Programmiersprachen. [Quelle]
  • Schönes Beispiel für eine selbstbeschreibende Syntax. #Meta [Quelle]
  • Neues Lesefutter für den Nerd. #python #hacking #ebook [Quelle]
  • „Mehr Analyse, weniger Bewertung. Mehr Kriterien, weniger Klatsch“ – zdf nachtstudio
  • „False positive“ und „false negative“ mit schönen Bildern humorvoll erklärt.  [Quelle]
  • Realsatire. [Quelle]
  • Interessant, woran diese Bank überall Anteile hält. [Quelle]
  • Fantastische Komposition aus Filmen von Hitchcock und Kubrick. [Quelle]
  • Die Gala zur Verleihung der Big Brother Awards 2016 ist online. Diesmal gab es sogar einige Tumulte.  [Quelle]
  • Banken verlangen nun Geld für Einzahlungen.  [Quelle]
  • Open-Source-Entwicklung: 0.1, 0.2, 0.3, … 0.99, 0.99.1, 0.99.2, … [Quelle]
  • Selbst Darth Vader trägt Helm.  [Quelle]
  • Live Aufnahmen von der ISS. Willkommen Zukunft. [Quelle]
  • Wieso Schule? So etwas würde ich mir für’s Kino wünschen. [Quelle]
  • Oder soll es doch besser der Diskordianismus werden?  [Quelle]
  • Fliegendes Spaghettimonster – Ich überlege, zu konvertieren.  [Quelle]
  • Achtung. Smartphone-Nutzer queren die Straße.  [Quelle]
  • Die Uhr für den Mathenerd.  [Quelle]
  • $ curl wttr.in Wettervorhersage für die Kommandozeile. [Quelle]
  • “How To Ask Questions The Smart Way” – immer wieder aktuell, wenn man sich so einige Forenbeiträge durchliest. [Quelle]
  • 3. Rückerstattung (Erstattung = Rückzahlung) 4. Vorderfront (Front [frz.] = Vorderseite) 5. zusammenaddieren (addieren = zusammenzählen)
  • Klugschei**en im #Usenet: 1. kleiner Obolus (Obolus [griech.] = kleine Geldspende) 2. Pulsschlag (Puls [lat.] = Schlag)
  • WikiTree lädt ein, den eigenen Familienstammbaum mit anderen zu teilen. #genealogie  [Quelle]
  • PHP, Javascript, Ruby, Java. Sie alle haben ihre Probleme. #Comic  [Quelle]
  • Tolle Werbung der Wuppertaler Stadtwerke.  [Quelle]
  • Hach, sie werden ja so schnell erwachsen, die kleinen Racker.  [Quelle]
  • Ein sinnvoller Schutz gegen Überwachung.  [Quelle]
  • Interessantes Ergebnis einer Schülers: i ist durch 3 und 5 teilbar gdw. i%3 + i%5 = 0 % ist modulo-Operator.

Sammelsurium – Januar und Februar 2016

cc: Freepik

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Es war wenig los in den vergangenen zwei Monaten. Daher fasse ich meine Tweets auch diesmal in einem Blogpost zusammen. Viel Spaß beim Stöbern.

Tweets aus dem Januar

  • Wenn man mal ein Logo unter einer freuen Lizenz benötigt. [Quelle]
  • Bitte keine persönlichen Gespräche mehr vor dem Smart-TV von Samsung führen. Naiv weisen sie sogar selbst darauf hin.  [Quelle]
  • Getting started with Docker on your Raspberry Pi · Docker Pirates ARMed with explosive stuff.  [Quelle]
  • Viele spannende kleine Experimente mit Alltagsgegenständen. [Quelle]
  • Anmeldung für den Informatiktag NRW abgeschickt. #itnrw16
  • Fefe verlässt den #CCC. Das Ende ist nah. [Quelle]
  • Neuer Blogpost: „Eine öffentliche und verteilte Bibliothek“ [Quelle]
  • Doofer Name, interessantes Konzept: Konstruktiver lösungsorientierter Journalismus auf Basis von Mitgliedsbeiträgen  [Quelle]
  • Neulich im #Usenet…  [Quelle]
  • Wenn Microsoft das Internet nicht kaputt bekommen hat, schaffen wir das auch alleine. 🙁  [Quelle]
  • Trauriger Pinguin auf Sinnsuche. [Quelle]
  • Wer AFD wählt, der wählt rechtsradikal. [Quelle]
  • Goldfische, Silberfische … Warum gibt es keine Bronzefische?
  • Star Wars als Despecialized Version: Die alten Filme ohne Überarbeitungen. [Quelle]
  • Stranbeest sind roboterartige Wesen,die man aus einfachen Dinge selbst bauen kann u. die erstaunlich lebendig wirken [Quelle]
  • The InterPlanetary File System (IPFS) is a new hypermedia distribution protocol, addressed by content and identities [Quelle]
  • „Was ist Ihre größte Schwäche?“ Kluge Antwort auf Bewerbungsfrage. [Quelle]
  • too many package managers. [Quelle]
  • Einfache Erklärung für Idempotenz auf Nerdniveau. #comic [Quelle]
  • Die Sache mit den Chemtrails ist dann wohl geklärt. [Quelle]
  • Darum sind signierte Emails wichtig. [Quelle]
  • Twitter ist wie IRC. Nur langsamer, mit weniger Leuten, in einem geschlossenen System, mit Zeichenbegrenzung und mit weniger Clients.
  • Hacking #Symbolbild #Symbolvideo [Quelle]
  • Surfen wie damals. Mit alten Browsern auf alten Webseiten. [Quelle]
  • Bilder und Argumente gegen Vorurteile gegenüber Flüchtlingen. Sehenswert. [Quelle]
  • Eine schöne Definition für Werbung. [Quelle]
  • IP over SMTP (E-Mail) … Weil es geht. 🙂 [Quelle]
  • Hier entsteht ein #Python Buch für Kinder. #git #opensource [Quelle]
  • Live-„Breadboarding“ auf dem #32c3. Darsha: 20 OSCILLATORS IN 20 MINUTES [Quelle]
  • Mit masscan das IPv4-Internet in 5 Minuten scannen. [Quelle]
  • Less is more. #javascript [Quelle]

Tweets aus dem Februar

  • Sehr umfangreiche Suchmaschine zu den Simpsons. [Quelle]
  • Keine Lust auf Windows 10? Hier ist der offizielle Weg, um den Update-Drängler zu deaktivieren. [Quelle]
  • DrNO’s Fun Site: Eine Fundgrupe für den Nerdhumor. [Quelle]
  • Bekommt man einen Doktor nicht eigentlich nur, wenn man den Nachweis erbringt wissenschaftlich arbeiten zu können?!  [Quelle]
  • Windows 10 Lockscreen zeigt Werbung. [Quelle]
  • Tolle Kalenderapp für Android: aCalendar Nach Test über mehrere Wochen nun gekauft.  [Quelle]
  • Ja, so war das damals wirklich mit dem Internet. [Quelle]
  • Zapp zur Vertrauenskrise der Medien. [Quelle]
  • … gruhseelicher [Quelle]
  • gruselig … Ich meine „gruhseelich“ [Quelle]
  • Solche Projekte gibt es immer wieder in sozialen Medien. Interessanter ist jedoch die Debatte unterhalb des Tweets. [Quelle]
  • #Emacs weiß, welche Hilfe seine Nutzer wirklich brauchen. #Psychotherapie  [Quelle]
  • Neulich im #Usenet. [Quelle]
  • Ein „perfekter“ Run in Snake. Zudem ist es ein interessantes algorithmisches Problem.  [Quelle]
  • GeoGebra Exam Mode: GeoGebra möchte nun auch bei Klassenarbeiten zum Einsatz kommen. [Quelle]
  • Sci-Hub: Das Pirate-Bay der wissenschaftlichen Veröffentlichungen.  [Quelle]
  • Museum für Computerspiele in Dortmund. https://t.co/VC5IJ26RRn [Quelle]
  • Früher: Videothek Heute: Netflix, Amazon, Netzkino, iTunes, Watchever, Videoload, …
  • Neulich im #Usenet. [Quelle]
  • The Malware Museum is a collection of malware programs that were distributed in the 1980s and 90s on home computers. [Quelle]
  • Jetzt fehlen nur noch beliebig lange Nachrichten. 🙁 [Quelle]
  • Neulich im #Usenet. [Quelle]
  • Ein Erfahrungsbericht aus dem TTIP Leseraum. [Quelle]
  • Ein #MOOC zu Smalltalk bzw. Pharo.  [Quelle]
  • Erinnert sich noch jemand an „Ehrensenf“? Die Videos liegen noch bei YouTube und erlauben eine Zeitreise.  [Quelle]

Eine öffentliche und verteilte Bibliothek

book_2Der Vortrag Public Library/Memory of the World – Access to knowledge for every member of society, der Ende letzten Jahres auf dem 32C3 gehalten wurde, lenkte mein Interesse auf das Bibliotheksverwaltungsprogramm Calibre. Dieses Programm erlaubt die Verwaltung von Ebooks und auch physischen Büchern über eine einfache Oberfläche. Zudem kann es als Server genutzt werden und die eigene Bibliothek veröffentlichen. In dem Blogpost End-to-end catalog wird eine Vision entworfen, die eine verteilte Bibliothek beschreibt, in der jeder Nutzer zum Bibliothekar und die eigenen Wissens- bzw. Buchsammlung zum Bestandteil eines verteilten und vernetzen Archivs wird.

Ein zentraler Bestandteil dieser Vision ist das Plugin bzw. Skript [let’s share books], welches die Veröffentlichung der eigenen Buchsammlung ermöglicht. Auch, wenn man die eigene Sammlung nicht veröffentlichen möchte, hilft das Programm bei der Erfassung des eigenen Bestandes weiter.

Sammelsurium – Dezember 2015

cc: Freepik

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Mein Blick zurück auf den Dezember 2015. So viel war ja gar nicht los.

  • Happy 11111100000
  • Nur für die harten Nerds. Quelle
  • Jahresrückblick 2015: Kannze nich meckern.
  • Zeit auf mobilen Geräten nur verplempert? Quelle
  • pass – the standard unix password manager: Konsolenclient, basierend auf GPG Quelle
  • Schöne Anwendung für eine Schwung LEDs in einem Koffer. #fadecandy #leds #RaspberryPi Quelle
  • So war das damals mit den Computern. Ne ehrlich. #80s #msdos #286 Quelle
  • Der Ian in debIAN ist verstorben. Quelle
  • Hoffentlich stirbt es auch bald aus. #rar Quelle
  • Neulich im #Usenet. Quelle
  • Refugee Phrasebook – Ein Buch mit Floskeln und Bildern für verschiedene Sprachen. Quelle
  • An Excellent #Comic That Shows Us The Issue Of Privilege Quelle
  • Die wichtigsten Befehle verschiedener Linux-Paketmanager. Quelle
  • Kekse Quelle
  • Http Fehlercode 451 zeigt zensierte Seiten an. Quelle
  • Sprache vs. Programmiersprache. Quelle
  • Mathewitz bei den Simpsons. Quelle
  • Schöne Darstellung von Security und Privacy. Quelle
  • Einfach: Finde die größte Zahl in einem Array. Schwer: Finde die zweitgrößte Zahl in einem Array.
  • Elementary Cellular Automaton ist eine generalisierte 1-dimensionale Version von Cornays Game Of Life. Quelle
  • Die komplette Informatik in einem Buch. „The Turing Omnibus“ von A.K.Dewdney Quelle
  • Macher vom ersten Teil von „Prince of Persia“ zeichnet einen Comic (Templar) und wird für Eisner Award nominiert. Quelle
  • nodejs in einer Übersicht zusammengefasst. Quelle
  • Matekühlung für den #RaspberryPi. Quelle
  • Barbie nimmt die Gespräche eurer Kinder mit der Puppe auf. #BigBrother Quelle
  • Neulich im #Usenet. Quelle

Sammelsurium – November 2015

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Meine Gedanken, Links und Entdeckungen aus dem November.

  • Gow ist ein leichtgewichtige Alternative zu Cygwin. Quelle
  • Cuberite ist ein quelloffener Minecraft Server mit einer Plugin-Schnittstelle in lua Quelle
  • Neulich im #Usenet. Quelle
  • Es wird Zeit, konkrete Alternativen zu #Threema zu testen. Quelle
  • Panorama erklärt die Ursprünge des IS. Quelle
  • Fraktus – Welcome to the internet. #music #video Quelle
  • Fast alle Münchner Bürgermeister kamen von der SPD. Quelle
  • Heute habe ich seit langem mal wieder einen Anhalter gesehen.
  • Raspberry Pi Zero für 5$ erhältlich. Quelle
  • 10 Stunden nostalgische C64 Chiptunes am Stück. Bitteschön. Quelle
  • Ein Besuch im Palais Vest in Recklinghausen an der interaktiven „Klapperwand“ #kunst #nerdcore Quelle
  • Viele Sonderzeichen mit der Compose-Taste einfach eingeben. Nun hat die Windows-Taste unter #Linux einen Zweck. Quelle
  • PiNet: Centralised user accounts and file storage system for a #RaspberryPi classroom. Quelle
  • Ubuntu Core – Canonicals Antwort auf das Internet of Things – läuft auch auf dem Raspberry Pi 2. Quelle
  • Heute sagte ein Schüler zu mir, dass er mit #Ubuntu besser zurecht käme als mit Windows. Deshalb habe er es auf seinem Laptop installiert.
  • Ein NoPhone ist ein Smartphone, das keines sein will. Muss ich haben. Quelle
  • Tolle Idee. Quelle
  • Eine sehr sachliche Darstellung der Anschläge in Paris gibt es bei Wikipedia. Quelle
  • Spende für die #Wikipedia. ✔
  • Lange nicht mehr das Wort „Sonderlocke“ gehört, gelesen oder verwendet.
  • Präsentationstechniken für Faule: Jeder Folie ist ein Browsertab. Quelle
  • Debugansicht für ein Objekt einer laufenden GUI-Awendung in einer #Smalltalk-IDE. #LivingObjects Quelle
  • Debugansicht eines Datumsobjektes in einer Smalltalk-IDE. Willkommen in der Zukunft. Quelle
  • Die gesamte Syntax von #Smalltalk in einer Methode zusammengefasst. Quelle
  • Die Programmiersprache io vereint das Beste auf allen Welten: Smalltalk, Self, LISP und Lua. Quelle
  • Tiefsinniger Cartoon des „The New Yorker“. #Comic Quelle
  • „So sieht es aus, wenn man Nicht-Kreative fragt, ob sie einen unbezahlten Entwurf machen“ Quelle
  • Verstörende Bilder, die den Einfluss von Smartphones auf unsere Persönlichkeit gruselig darstellen. Quelle
  • Screeps ist ein MMO für Programmierer. Programmiere kleine Wesen in einer virtuellen Welt in JavaScript. Quelle
  • Mal eben eine Statistik über die genutzten Mailprogramme in meinen Mails erstellen. grep -h „^X-Mailer“ INBOX | sort | uniq -c | sort -n
  • Google fliegt durch das neuronale Netzwerk der Bildersuche. Der Anblick ist nur nüchtern zu empfehlen. Quelle
  • Ein tolles Halloween Kostüm hat sich Calvin ausgedacht. #Comic Quelle
  • Grundschüler „performen“ Roboter von Kraftwerk. Quelle

Sammelsurium – Oktober 2015

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Im Oktober haben ich wieder mehr gelesen – so in Büchern aus Papier. Daher haben es auch ein paar Seiten aus Büchern in meine Timeline geschafft. Außerdem gab es einen Rückblick in digitale Kommunikationsstrategien der 90er Jahre. Wir können viel aus Newsgroups, Mailinglisten und Foren für die Kommunikation in sozialen Netzwerke lernen. Der übliche Spaßcontent ist natürlich auch dabei. Und jetzt ab dafür.

  • So etwas hat wohl jeder schon bei einer Live Demo erlebt. Quelle
  • Yeah, back to the 90ies. Quelle
  • „Ein ewiges Logfile … dient dazu, Manipulation von Informationen nahezu unmöglich zu machen bzw. aufzudecken.“ Quelle
  • „Celebration Of Mind“ – Einfach mal selber Denken und Entdecken. Quelle
  • Google und Suchmaschinen sind nicht immer das Mittel der Wahl. Vielleicht sogar eher selten. Quelle
  • Was passiert, wenn tausende Nutzer ein Linux installieren – gleichzeitig? Quelle
  • Ein einfaches Spiel zum Lernen assemblerartiger Programmierung. Quelle
  • Calvin über eine spielerische Erfindung. Quelle
  • Das (alte) gopher-Protokoll ist scheinbar immer noch relevant. Quelle
  • Computer helfen nicht immer, Konzepte zu verstehen. Quelle
  • „How to Build a Working Digital Computer“ ist ein Buch von 1968, das einen Computer aus Haushaltsutensilien aufbaut. Quelle
  • nomograms als analoge Rechner #mathe Quelle
  • Systemanforderungen an eine Suchmaschine … aus dem Jahre 1996. Quelle
  • Tastatur für #LISP Programmierer. Quelle
  • Microsoft zerlegt sich selbst. Kein OS für den professionellen Einsatz. Quelle
  • Spannende These: „Das Smartphone ist ein Interaktionsvermeider“
  • Schöner Kommentar bei heute plus zur #vds Quelle
  • Alle OpenDocument Dokumente in Unterverz. konvertieren.
    $ find -iname "*.od*" -print0 | xargs -0 libreoffice --invisible --convert-to pdf
    
  • Einen Schwung Dokumente nach PDF konvertieren #libreoffice
    $ libreoffice --invisible --convert-to pdf *.odt 
    
  • Das #Usenet ist eine immer noch interessante & lebendige Institution des Internet. Ich habe genauer hin geschaut. Quelle
  • Lesarten. Quelle
  • Unser Tastaturlayout ordnet häufig genutzte Buchstaben möglichst weit entfernt voneinander an. Grund: Sorge um verklemmte Walzen – damals.
  • Auf das Schlosssymbol im Browser kann man sich nicht mehr verlassen. Man muss eben doch mitdenken. Quelle
  • Die Außerirdischen sind da … draußen … ganz weit weg … oder es ist doch nur ein Naturschauspiel. Quelle
  • Medienvielfalt und -kompetenz kann sich nicht nur auf ein Medium – den Computer – konzentrieren.
  • Vielfalt und Kultur durch Technik klappt nicht. Es sind doch die Menschen, die den Unterschied machen. Quelle
  • „6 Youtube Channels For Beginner Raspberry Pi Users“ #RaspberryPi #Video #Tutorial Quelle
  • Der Unterschied zwischen Meister und Anfänger? Der Meister ist öfter gescheitert als es der Anfänger versucht hat Quelle
  • Frauen haben einen unschätzbaren Beitrag zur Entwicklung der Informatik und der IT geleistet. Quelle
  • Interessanter Podcast über die Analyse von Softwaresystemen. Focus liegt auf Architekturen. Quelle
  • Julian Assange im neuen Asterix-Comic. Quelle
  • Shannons Definition von Entropie. Quelle
  • Eine interessante Frage der Informationstheorie. Quelle und Schrödingers Antwort darauf: Die Sonne hat Schuld. Quelle
  • Die Hackerhymne… Quelle
  • Brian Ward: „How Linux Works“ Gute Einführung in der Breite in viele Linux-Themen. Älter aber noch aktuell. Quelle
  • ‚#‘ im root prompt verhindert die Ausführung bei copy paste einer ganzen Zeile. Wieder was gelernt. #linux #cli #term
  • Die Revolution hat begonnen. Quelle
  • Die Revolution hat begonnen. Quelle
  • Drucken in 7 einfachen Schritten. Quelle
  • Technologie darf nicht zum Selbstzweck werden. Wenn sie stört, muss sie weg. Wo sie fehlt, muss sie hin. Quelle
  • Mit Encap solide Installationen für Selbstkompilate bauen. Quelle
  • Es gibt doch sicher Quellen mit mehr Kompetenz!? Ist das eine gute Quelle für guten Journalismus? Eher nein. Quelle
  • Syncom ist ein MyBB-Plugin, um Beiträge mit einem #NNTP-Server zu synchronisieren. #usenet Quelle
  • nntp-forum ist eine Brücke zu Newsgroups #NNTP #usenet Quelle
  • FUDForum integriert Mailinglisten und Newsgroups (NNTP) Quelle
  • Danke. Da steckt so viel Wahrheit drin. Quelle
  • Ein Diät, die wirklich funktioniert … so ganz ehrlich richtig wirklich. Quelle
  • Reguläre Ausdrücke: eine kleine Einführung. Quelle
  • in the beginning kibo greped the LAN… Quelle
  • Fragen an das Orakel. Sicher auch gut im Unterricht einsetzbar. #schule Quelle
  • Einfluss des Internet auf die Sprache. Ein Blick aus den 90er Jahren. #usenet Quelle
  • Eine Abkürzung, die ich häufiger benutzen sollte. Quelle
  • Smileylisten: die ersten kreativen Formen, Gemütszustände darzustellen. Denn: am anderen Ende sitzt immer ein Mensch Quelle
  • Interessanter Punkt von Fefe. Quelle
  • Das mit der Zensur ist schon früher schief gegangen. #Usenet Quelle
  • Reflektoren: Ein Antwortbot aus dem #Usenet. Kannte das Konzept noch gar nicht. Quelle
  • Was macht Dell eigentlich? Quelle
  • Na also. Geht doch. Quelle
  • Anforderungen an einen Server aus den 90er Jahren. Quelle
  • Regeln des #Usenet die auch heute noch gelten. Quelle
  • Schöne Übersicht verschiedener Kommunikationsformen. Leider schon älter. Quelle
  • hier könnt ihr prüfen, ob eure Daten geklaut wurden. Quelle
  • Neulich im #Usenet … #python #shooter #nerdhumor Quelle
  • So wurde früher mit Synthesizern in Konsolen und Computern Musik erzeugt. Quelle
  • +++ EIL +++ Wichtig +++ Sondermeldung von @dpa +++ WICHTIG +++ #unfug Quelle
  • „Das Leben des Brian“ an Karfreitag zeigen? … muss ein Bochumer Gericht entscheiden. Quelle
  • #Turing Quelle
  • „Tools For Thought“ Mit Ada ist Ada Lovelace gemeint. Quelle
  • Aus: „Tools For Thought“ Quelle
  • Its called CELLphone because users are prisoners. Quelle
  • Hürbine von Pleuselspink.
  • Das #Usenet ist ein böser Ort: #SCNR Quelle
  • Das ist eine Menge. Quelle
  • Haben meinen Schülern heute einen Newsserver gezeigt. Erstaunlich einfach in der Bedienung mit #Thunderbird

Das Usenet, NNTP-Server und Kommunikationsprotokolle

Das Usenet ist eine alte doch immer noch interessante und lebendige Institution des Internet – aus technischer, kultureller und auch historischer Sicht. Ich möchte mit euch eintauchen in diese Welt und sie als Nutzer und technisch Interessierter erkunden.

ic_chat_black_48dpMeine digitale Emanzipation schreitet voran: Nachdem ich meinen Server in die heimischen vier Wände geholt und einen eigenen Jabber-Server aufgesetzt habe, soll nun ein Newsserver als neues Projekt das heimische Netzwerk erweitern. Doch zunächst ein paar erklärende Worte.

Usenet: Was es ist und wie man es bedient

Das Usenet ist die große alte Dame des Internet. Sie – also es – wurde 1979 geboren und ist damit älter als das World Wide Web – also die bunte Welt, die man durch das Browserfenster betrachtet. Da das Usenet älter als das WWW ist, benötigt man ein eigenes Programm um darauf zugreifen zu können: einen Newsreader. Damals wie heute wird das Usenet mit seinen zahlreichen Diskussionsgruppen für den Wissensaustausch genutzt und für den Dateiaustausch missbraucht. Es ist der Geburtsort der Merkbefreiung und Wirkenskreis von Hürbine von Pleuselspink.

Die Nutzerzahl ist seit dem Aufkommen sozialer Netzwerke wie Facebook und Webforen rückläufig. Aber das muss nichts über die Qualität der Inhalte aussagen. Vielfach findet man dort technisch versierte und inhaltlich kompetente Nutzer, die ausführlich und mit viel Erfahrung antworten. Außerdem kann es mit vielen unterschiedlichen Clients benutzt werden, was die Möglichkeiten von Filterung, Darstellung und Bedienung deutlich erweitert. Ein Beispiel für die Qualität ist die intensive Diskussion um das Rätsel „Prinzessin im See“ in der Gruppe de.rec.denksport. Ich habe in den letzten Tagen ca. 100 Beiträge pro Tag in den von mir abonnierten Gruppen erhalten und denke, dass dies ausreichend für eine lebendige Gruppenstruktur ist. Das Usenet ist also nicht tot, es hat sich nach einem Hype am Ende der 90er Jahre in einem stabilen Nutzungsverhalten eingependelt.

Ein detaillierte Darstellung des Usenet gibt das schon ältere, dafür kostenlos erhältliche Buch Newsgroups – weltweit diskutieren, das viele verschiedene Aspekte beschreibt: die Technik, Kommunikationsmodelle sowie gesellschaftliche und historische Dimensionen. Das Archiv der Beiträge seit Beginn der 80er Jahre kann z.B. mit der Suchmaschine The Usenet Archive oder Google Groups durchsucht werden.

Der deutsche Teil des Usenet organisiert sich in den de.*-Gruppen. Gruppen in dieser Hierarchie werden von der dana (de.admin.news.announce) koordiniert: also angelegt, gelöscht, zusammengefasst oder aufgesplittet.

Neugierig geworden? Es ist erstaunlich einfach, einen Account bei einem Newsserver zu bekommen, der Usenet-Nachrichten verteilt. Das Open News Network hat sich vorgenommen, freie Zugänge für Text-Gruppen bereit zu stellen. Ich habe mir einen kostenlosen Account beim schweizerischen Anbieter albsani.net erstellt. Daneben gibt es noch individual.de. Dies ist ein Anbieter der Freien Universität Berlin. Er möchte 10 € pro Jahr für seine Dienste haben und gilt als Urgestein der Usenetszene.

Nun benötige ich noch ein Programm, um auf die Gruppen zugreifen zu können. Gott sei dank werden viele E-Mail-Programme heutzutage schon mit einer Unterstützung für Newsgroups ab Werk ausgeliefert. So auch Thunderbird (eine Anleitung ist hier und hier) und Windows Mail. Viele weitere Anleitungen für unterschiedliche Betriebssysteme und Programme gibt es bei individual.de. Für Android hat mir das Programm Usenet Newsreader gut gefallen.

Nach der Einrichtung kann man eine umfangreiche Gruppenliste (über 25.000 Gruppen!) herunterladen und ein wenig darin stöbern. Mir haben die Gruppen unter de.* und ger.* auf den ersten Blick ganz gut gefallen. Du musst aber selbst ein wenig suchen und nach deinen eigenen Interessen schauen.

Eigener Server

Aber die reine Verwendung eines Newsservers hat mir natürlich nicht gereicht. Schließlich möchte ich meine Infrastruktur selbst gestalten und aufbauen. Also musste ein eigener Newsserver her. Hier ist INN der de-facto Standard – in Version 2 heißt das Paket auch häufig inn2 in den Distributionen. Die Freifunker haben eine schöne Anleitung für die Einrichtung geschrieben. Dass die Konfiguration so ihre Tücken aufweist zeigt ein Beitrag aus dem FreeBSD-Diary. Er stellt die üblichen Stolperstellen vor und gibt Hinweise darauf, wie man sie umgehen kann.

Es geht aber auch einfacher – und zwar mit dem Server WendzelNNTPd. Der Server lässt sich einfach installieren und hat wenig Ansprüche. Außerdem reagierte der Autor Steffen Wendzel bei meinen Recherche extrem schnell auf Anfragen und Probleme. Innerhalb von Stunden war mir geholfen. Eine Installationsanleitung hat Steffen Wendzel selbst in dem Kapitel zu NNTP-Servern des Buches „Linux – das umfassende Handbuch“ (Rheinwerk Verlag) geschrieben.

Das Programm wird nicht als Paket ausgeliefert, sondern muss mit einem C-Compiler kompiliert werden. Das ist einfacher als es sich anhört, da vieles automatisch abläuft. Zunächst laden wir den Quelltext aus dem git-repo  herunter und entpacken das Archiv.

Es werden noch ein paar Bibliotheken benötigt, die wir leicht installieren können.

$ sudo apt-get install gcc flex bison libsqlite3-dev make

Als Backend für die Daten kommen eine SQLite- oder MySQL-Datenbank in Frage. Die Nachrichten selbst werden als Textdateien abgespeichert. In der Datenbank werden nur Zugangsdaten sowie die Verlinkungsstruktur der Nachrichten untereinander und die Zuordnung zu den Diskussionsgruppen realisiert. Ich entscheide mich für eine leichtgewichtige Variante mit SQLite und werfe das Konfigurationsskript an.

$ MYSQL=NO ./configure

Sollten nun immer noch Bibliotheken fehlen, meldet sich das Skript und sagt genau, was es noch benötigt. Danach kann ich die Software kompilieren und nach /usr/local installieren lassen.

$ make
$ sudo make install

Im Sourcenpaket ist noch ein init-skript, das ich an die richtige Stelle kopiere.

$ sudo cp ~/src/WendzelNNTPd-2.0.5/WendzelNNTPd-OSE/scripts/startup/init.d_script /etc/init.d/wendzelnntpd

Nun kann ich den Dämon ein erstes mal starten.

$ sudo /etc/init.d/wendzelnntpd start

Damit der Dienst auch nach einem Reboot läuft, starte ich ihn für runlevel 2. Dazu lege ich einen symbolischen Link auf das Init-Skript an.

/etc/rc2.d$ ln -s ../init.d/wendzelnntpd S92wendzelnttpd

Damit der Dienst auch bei einem Shutdown (runlevel 0) und einem reboot (runlevel 6) sorgfältig heruntergefahren wird, sorge ich für Links an den korrekten Stellen in den rc-Verzeichnissen.

/etc/rc0.d$ sudo ln -s ../init.d/wendzelnntpd K20wendzelnntpd
/etc/rc6.d$ sudo ln -s ../init.d/wendzelnntpd K20wendzelnntpd

Nun können wir die Konfigurationsdatei in /usr/local/etc/wendzelnntpd.conf anpassen. Wir müssen zunächst mit listen dafür sorgen, dass der Newsserver von außen erreichbar ist. Damit er nicht sofort Ziel von ungebetenen Nutzern wird, aktiviere ich zudem die Benutzerauthentifikation.

listen 192.168.178.60
use-authentication

Wir starten den Dämon nach unseren Änderungen neu.

$ sudo /etc/init.d/wendzelnntpd restart

Nun können wir einen ersten Nutzer und eine erste Gruppe anlegen. Hierbei hilft das Administrationstool wendzelnntpadm weiter.

$ sudo wendzelnntpadm adduser marco PASSWORT
$ sudo wendzelnntpadm addgroup de.bakera.test y

Das ‚y‘ hinter der Gruppe besagt, dass in diese Gruppe geschrieben werden darf. Da schon zu Beginn ein paar Gruppen vorhanden sind, lösche ich diese noch.

$ sudo wendzelnntpadm delgroup alt.wendzelnntpd.test

Damit der Server auch hinter meiner Fritz-Box erreichbar ist, habe ich im DNS noch den Eintrag news.bakera.de ergänzt und eine Portweiterleitung auf Port 119 im Router eingerichtet. Nun kann einer Nutzung des Servers nichts mehr im Wege stehen.

Die Nachrichten werden im Verzeichnis /var/spool/news/wendzelnntpd abgelegt. Für jede Nachricht existiert dort eine Datei mit einer eindeutigen Message-ID. Weitere Informationen über den Ort der Nachricht oder deren Headerdaten  werden bei einer sqlite-Installation in der Datei usenet.db abgelegt. Die Tabelle kann man sich mit einem sqlite-Client leicht anschauen. Man entdeckt folgende Tabellen mit den entsprechenden Attributen.

newsgroups (id, name, pflag, high)
ngposts (msgid, ng, postnum)              PRIMARY KEY(msgid, ng)
postings (msgid, date, author, newsgroups, subject, lines, header)
users (name, password)
roles (role)
users2roles (username, role) PRIMARY KEY(username, role)
acl_users (username, ng)                 PRIMARY KEY(username, ng)
acl_roles (role, ng)                     PRIMARY KEY(role, ng)

Kommunikationsprotokoll

Da das Protokoll NTTP, das der Newsserver spricht, sehr einfach aufgebaut ist, können wir sogar direkt über Telnet mit dem Server kommunizieren. Unten sehen wir eine Beispielsitzung. Meine eigenen Eingaben habe ich fett hervorgehoben. Der Rest sind Antworten des Servers. Eine ausführliche Kommunikation findet ihr auch auf Seite 95 des oben erwähnten Usenet-Buches.

telnet news.bakera.de 119
Trying 79.226.231.205...
Connected to news.bakera.de.
Escape character is '^]'.
200 WendzelNNTPd-OSE (Open Source Edition) 2.0.5 'Auckland' - (Sep 26 2015 06:42:09 #2517) ready (posting ok).
AUTHINFO USER marco
381 More authentication information required.
AUTHINFO PASS *****
281 Authentication accepted.
HELP
100 help text follows
--
 article [number|<message-id>]
 authinfo <user|pass> <username|password>
 body [number|<message-id>]
 date
 group <group>
 head [number|<message-id>]
 help
 list [overview.fmt|newsgroups [wildmat*]]
 listgroup [group]
 mode reader (always returns 200)
 post
 quit
 stat [number|<message-id>]
 xhdr <from|date|newsgroups|subject|lines> <number[-[endnum]]|msgid>
 xover <from[-[to]]>
 xgtitle [wildmat*] (equals LIST NEWSGROUPS but return code differs)
--
Send questions and problems to <swendzel [at] ploetner-it [dot] de>
Website: http://www.wendzel.de/software/wendzelnntpd.html
Notes:
* Wildmat format is based on the used regex library and is not 100%
 wildmat format compatible (XGTITLE *x -> XGTITLE .*x)!
.
DATE
111 20150927185030 
LIST 
215 list of newsgroups follows 
de.bakera.test 2 1 y 
. 
POST
340 send article to be posted. End with <CR-LF>.<CR-LF>
From: marco@bakera.de
Newsgroups: de.bakera.test
Subject: Ein Test

Ein Testartikel.
.
240 article posted
 
 

Sammelsurium – September 2015

cc: Freepik

cc: Freepik

Ich blicke zurück auf den September.

  • .test .example .invalid .localhost sind offizielle TOP-Level Domains für Test- und Dokumentationszwecke. Quelle
  • Wenn man mal eben eine virtuelle Linux-Maschine braucht, die direkt im Browser bedienbar ist. Quelle
  • Wenn man unter #Linux mal schnell eine 100MB große Datei für Testzwecke benötigt: dd if=/dev/urandom of=datei.dat bs=1024k count=100
  • Das “Open-News-Network” bietet einen kostenlosen Zugang zum text-basierten Usenet. Quelle
  • Auch wenn die Liste schon älter ist. Es existiert immer noch: das UseNet. #nntp Quelle
  • WendzelNNTPd ist ein kleiner feiner NNTP Newsserver. Leicht zu konfigurieren und zu betreiben. Quelle
  • Tschüss ghostery Quelle
  • Toll für eine Nerd-Rallye. Mal den QR-Code aus. 🙂 Quelle
  • Wie war das nochmal mit den NULL-terminierten Strings?! #Video Quelle
  • Eine schöne Fundgrube für Filmfans. Quelle
  • Irgendwie kommt mir die Melodie bekannt vor – besonders ab 4:50. #Kraftwerk #Computerliebe Quelle
  • Softmaker Office jetzt kostenlos für Schulen. Quelle
  • Tolle, dezentral, praktisch: Der Linux Presentation Day. Quelle
  • Blogpost: „Theorien der Motivations- und Emotionspsychologie – ein Rückblick“ Quelle
  • So entstehen also die kleinen Computer. Ich war ja so naiv. Quelle
  • Ein Synthesizer zum selber basteln. Quelle
  • interessante Art der Klangsynthese in einem 8bit Synthesizer. Quelle
  • Wie funktionieren Passwörter und wie kann ich ein sicheres Passwort finden. #Video Quelle
  • Deine Uhr kennt deine Tastatureingaben. #smartwatch #hacking #video Quelle
  • Music + Raspberry PI = Sonic Pi Quelle
  • Das RETURN-Magazin blickt in die Welt klassischer (alter) Computer und Konsolen. #retro Quelle
  • Die Evolution von #Windows in Bildern. Quelle
  • Immer schön an die Backups denken.