Archiv der Kategorie: Video

Klein aber fein – der MiniGameJam in Dortmund

Am 10.06.2017 fand der erste Game Jam in Dortmund statt – noch ein wenig zaghaft als Mini Game Jam tituliert. An einem sonnigen Samstag fanden sich ca. 20 interessierte Entitäten im Dortmunder Künstlerhaus direkt hinter dem Hauptbahnhof ein, um in nur acht Stunden ein vollständiges Spiel zu programmieren. Nach einer kurzen Kennenlernrunde haben sie Teams gebildet und konnten ein Thema aus den Vorschlägen „Familie“, „Grenzen überwinden“, „old school“ und „Zwei Buttons“ auswählen.

Ich selbst bildete mit Reinhard und Miriam ein Team, das mit keiner konkreten Idee für ein Spiel, aber für dessen Ausgabemedium startete.

Wir wollten ein Oszilloskop als Bildschirm verwenden. Normalerweise werden diese Geräte benutzt, um Wechselspannungen in Kurven zu visualisieren. Wenn man den Elektronenstrahl jedoch geschickt umlenkt und als analoges Signal auf zwei Eingangskanäle sendet, kann im XY-Betrieb faktisch Beliebiges auf dem Geräte dargestellt werden – soweit zumindest die Theorie. Wir haben einen Digtial-Analog-Wandler aus Widerständen erstellt und mit einem RaspberryPi angesteuert. Damit waren wir in der Lage, eine bescheidene Auflösung von 32×64 Bildpunkten auf dem Gerät darzustellen. Bei höheren Auflösungen flackerte das Bild aus Gründen, die wir in der kurzen Zeit nicht ergründen konnten wollten.

Nach ca. drei Stunden konnten wir beliebige Punkte auf dem Gerät positionieren und uns (endlich) um eine Spielidee kümmern. Wenig kreativ und motiviert durch die technischen Einschränkungen entschieden wir uns für eine Abwandlung des bekannten Spiels „flappy bird“, in dem ein Vogel zwischen Röhren hindurch manövriert werden muss. Gesteuert wird der Vogel mit nur einem Taster: beim Drücken fliegt der Vogel hinauf, lässt man den Button wieder los, sinkt er wieder. Diese Steuerung haben wir über eine kleine Platine mit zwei Tastern realisiert – der zweite Taster konnte das Spiel nach einem Game Over neu starten.

Da noch etwas Zeit übrig war, konnten wir uns Gedanken über eine Audioausgabe machen. Diese erfolgte über zwei kleine „Lautsprecher“, die wir ebenfalls über den Raspberry Pi angesteuert haben.

Das Projekt ist inklusive des Quelltextes bei github unter dem Namen osziflap abrufbar.

Am 7.10.2017 geht es (vielleicht?) weiter mit dem nächsten Game Jam – vielleicht nicht mehr Mini, vielleicht wieder in Dortmund, gewiss aber wieder mit mir.

 

FizzBuzz Katas – Programmierübungen für das FizzBuzz-Problem

(Das Video bei archive.org.)

Bei dem FizzBuzz-Spiel werden die Zahlen von 1 bis 100 durchlaufen. Nun können folgende Fälle eintreten:

  • Wenn die Zahl durch 3 teilbar ist, wird „Fizz“ ausgegeben
  • wenn sie durch 5 teilbar ist, wird „Buzz“ ausgegeben und
  • wenn sie durch 3 und 5 teilbar ist, wird „FizzBuzz“ ausgegeben.
  • Tritt keiner dieser Fälle ein, wird die Zahl ausgegeben.

Viele Lösungen gibt es auf meiner Webseite.

ledger: Doppelte Buchführung mit der Kommandozeile

ledger ist ein Programm für Windows, Linux und Mac, mit dem man seine Geldbestände in einer Textdatei verwalten und abfragen kann. Ich habe mir das Programm näher angeschaut und möchte euch die Grundfunktionen vorstellen. Mehr Details findet ihr auf der Webseite des Programms oder in dem ausführlichen
Handbuch.

Eine ausführliche Vorstellung findet ihr unter https://www.youtube.com/watch?v=cjoCNRpLanY

Das Video steht auch über archive.org zur Verfügung:

Theorien der Motivations- und Emotionspsychologie – ein Rückblick

Vor einiger langer Zeit habe ich Informatik an der Uni Dortmund (heute TU Dortmund) studiert. Damals konnte man dieses Fach noch auf Diplom studieren. Dazu brauchte man auch ein Nebenfach – sozusagen ein Anwendungsgebiet der Informatik. Ich hatte mich damals für Psychologie entschieden. Es erschien mir ein guter Ausgleich zum sehr technischen und mathematischen Fach Informatik. Damit bin ich auch ganz gut gefahren. Konnte ich doch in viele spannende Seminare reinschauen, während sich das Informatikstudium hauptsächlich auf die weniger interaktiven und wenig kommunikativen Vorlesungen konzentrierte.

In dieser Zeit musste ich diverse Prüfungen ablegen und sogar an Versuchen teilnehmen, um Versuchspersonenstunden zu sammeln. Für eine mündliche Prüfung über Motivations und Emotionspsychologie hatte ich mir Karteikarten zum Lernen erstellt und auch eine Erklärung eingesprochen. Das war im Jahr 2005 – das ist also schon lange her. Jetzt habe ich das Material einmal zusammengefasst und in zwei Videos aufgeteilt, die ihr unten sehen könnt.

Mir haben meine Karteikarten damals sehr gut weiter geholfen. Vielleicht sind sie auch für euch interessant. Spannend bei dem Schnitt war auch, dass mir mein zehn Jahre jüngeres Ich in diesem Video noch viele interessante Dinge erzählen konnte, die ich mittlerweile in dieser Detailtiefe gar nicht mehr wusste. 🙂

Mediawiki unter docker

Mit docker lassen sich schnell und einfach virtuelle Maschine betreiben, die Serverdienste wie ein Wiki bereitstellen. An einer Beispielinstallation eines Mediawikis zeige ich, wie das funktionieren kann.

Hier sind die im Video eingesetzten Befehle:

docker run –name=mw -i -t -p 8080:80 32bit/debian:jessie bash

apt-get update
apt-get install mediawiki
a2enconf mediawiki
cd etc/mediawiki
vi apache.conf
service apache2 reload

Auf dem Weg ins Zeitalter der Weisheit

Ricardo Semler fragt sich, wie man vom Informationszeitalter endlich in das Zeitalter der Weisheit kommt. Er fragt dabei nach dem Sinn unserer Existenz und kommt zu erstaunlich plausiblen Erkenntnissen, die er für das Privatleben, den Beruf und die Bildung umsetzt. Nicht durch Theorien und Modelle, sondern durch konkrete Projekte und Erfahrungen, die er in mehreren Jahrzehnten gesammelt hat.

Anschauen, nachdenken und das eigene Leben ändern. Nicht später, nicht gleich, sondern jetzt!

Videotipps zum 31C3

31c3_logo

Der 31C3, also der 31. Kongress des Chaos Computer Clubs, findet jedes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr statt. Es gibt jedes Jahr viele interessante Vorträge, Workshops und Projekte vor Ort. Ich habe die für mich interessantesten Videos aus den Bereichen Sicherheit, Technik, Kultur und Gesellschaft in einer kleinen Liste zusammengetragen.

Wie können wir Gedanken repräsentieren?

Bret Victor blickt in diesem inspirierenden Vortrag zurück auf die Geschichte unterschiedlicher Repräsentationsformen gedanklicher Konzepte und entwickelt seine eigene Vision dynamischer Medien. Er erhofft sich durch neue Ansätze ein besseres Verständnis von Konzepten, insbesondere von solchen, die alle möglichen Arten von Systemen beschreiben. Dies können technische, wirtschaftliche und auch kulturelle Systeme sein. Denn genau dafür sind unsere derzeitigen Medien nicht ausgelegt, so Victor.

Er erklärt seine Thesen auf eine sehr anschauliche, sehr gut strukturierte und verbal unaufgeregte wie auch undogmatische Weise. Dabei entwickelt er im zweiten Teil des Vortrags eine phantastische und visionäre Welt von Möglichkeiten.

Ich kann seinen etwas älteren Vortrag über die Zukunft der Programmierung und einen Blick auf seine Webseite ebenfalls nur empfehlen.

Clonezilla – Image verteilen (3/3)

Clonezilla ist eine Linuxdistribution, die beim Klonen mehrer Rechner hilft. Sie kommt daher besonders in Rechnerräumen von Schulen und Universitäten zum Einsatz. Im ersten und zweiten Teil haben wir Clonezilla heruntergeladen und ein Image erstellt.

Im dritten und letzten Teil der Reihe wird das Image, das wir im letzten Teil erstellt haben, auf zwei leere Rechner ausgespielt. Da Clonezilla multicast-fähig ist, können wir das Image gleichzeitig an alle Rechner senden.

Clonezilla – Image erstellen (2/3)

Clonezilla ist eine Linuxdistribution, die beim Klonen mehrerer Rechner hilft. Sie kommt daher besonders in Rechnerräumen von Schulen und Universitäten zum Einsatz. Im ersten Video haben wir Clonezilla heruntergeladen und gestartet.

Im zweiten Teil erstellen wir das Image der FreeDos-Installation und bereiten damit den letzten Schritt vor, in dem das Image auf viele Rechner ausgespielt werden kann.