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Gute Artikel verfassen

Es ist gar nicht so einfach einen guten Wiki-Artikel zu schreiben. Wenn du dich jedoch an die Regeln auf dieser Seite hältst, ist es gleich viel einfacher.

1. Die Satzlänge prüfen

Sätze bis zu 14 Wörter gelten gemäß vielen Studien als lesefreundlich. Das ist sicher keine absolute Grenze, kann aber eine Orientierungsmarke sein. Stark verschachtelte Sätze sollte man darauf prüfen, ob sie sich nicht in zwei Sätze aufteilen lassen.

2. Zu lange Wörter vermeiden

Simpel: Wörter mit einer Länge von zwei bis drei Silben können am einfachsten und besten gelesen werden.

3. Fremd-, Fach- und Modewörter tilgen

Ich habe grundsätzlich nichts gegen Fachwörter oder Anglizismen, häufig fassen sie komplexe Sachverhalte treffend zusammen. Schwierig finde ich es, wenn sie Unbestimmtes vernebeln und eine Klarheit vortäuschen, die ich vielleicht gar nicht im Kopf habe.

4. Nominalstil und «leere» Hauptwörter streichen

«Wir liefern pünktlich» ist verständlicher, kräftiger und kürzer als «Wir garantieren pünktliche Lieferung.» Dringlichkeit sollte nicht angebracht sein, Aufgaben sind dringend.

5. Hilfsverben und Konjunktive reduzieren

«Ich möchte mich für den Besuch an unserem Messestand bedanken.» Ja, was jetzt? Will sich der Schreibende bedanken oder nicht? Also kürzer: «Ich danke Ihnen für den Besuch an unserem Messestand.» Oder: «Vielen Dank für den Besuch an unserem Messestand.» Gleiches gilt für Modalverben wie «können» oder «sollen»: Sie können häufig ersatzlos gestrichen werden.

6. Adjektive überprüfen

«Wenn Sie ein Adjektiv verwenden wollen, so kommen Sie zu mir in den 3. Stock und fragen, ob es nötig ist.» Dem Zitat des französischen Journalisten und Politikers Georges Clemenceau ist wenig beizufügen: Die meisten Adjektive wirken verdoppelnd und haben wenig Aussagekraft. Kürzen, wo’s geht.

7. Negative Formulierungen weglassen

«Denken Sie nicht an den rosa Elefanten.» Solche Formulierungen lösen genau das Gegenteil aus. Häufig sind negative Formulierungen schwer verständlich, etwa «Ich habe nicht unweit von hier parkiert.»

8. Den Text fließen lassen

Gute Texte haben Rhythmus. Das lässt sich einfach feststellen: Du liest Dir den Text laut vor. So bemerkst Du holprige Stellen – Du bleibst daran hängen. Mein Lieblingsbeispiel für einen Satz mit Rhythmus: «Da treibt ihn die Angst, da fasst er sich Mut und wirft sich hinein in die brausende Flut und teilt mit gewaltigen Armen den Strom, und Gott hat ein Erbarmen.» Ein sehr langer Satz, aber mit Rhythmus – das funktioniert.

9. Nochmals lesen und nochmals kürzen

Lesefreundliche Texte entstehen selten in einem Rutsch. Also den Text einen halben Tag liegen lassen und anschließend nochmals alle oben erwähnten Regeln durchgehen.

Quelle: imgriff.com


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schule/gute_artikel_verfassen.txt · Zuletzt geändert: 19.04.2017 08:39 (Externe Bearbeitung)