Mein persönlicher Eindruck zum LdLMOOC

Sprechblasen

Monika E. König hat die Teilnehmer um eine Stellungnahme zum derzeit laufenden LdLMOOC gebeten. Ich habe mich der sieben Fragen wie folgt angenommen.

An welcher Stelle hast Du persönlich das ergreifendste/begreifendste Lernen im Rahmen des MOOCs erlebt?

Gleich zu Beginn wurde auf das von Christian Spannagel praktizierte aktive Plenum verwiesen. Anschließend habe ich es in meinem Unterricht in vier Stunden Mathematik eingesetzt und war begeistert darüber, wie gut es geklappt hat und wie sehr es den Schülerinnen und Schülern gefallen hat, in die Rolle des Lehrer zu schlüpfen.

An welcher Stelle hast Du Dir gedacht, och nö, das ist für mich jetzt nichts mehr?

Bisher habe ich diese Stelle noch nicht erreicht. Ich muss das Konzept jedoch einem Praxistest unterziehen und dann schauen, wie es sich bewährt. Hierbei spielen viele Dinge eine Rolle: Schülerklientel, Zeitrahmen, persönliche Verfassung, auftauchende Probleme. Erst danach kann ich entscheiden, wann und in welchen Klassen ich das Konzept nicht oder nur eingeschränkt nutzen werde.

Wie hältst Du es damit, in der Öffentlichkeit zu lernen?

Offenheit ist für mich extrem wichtig. Ich bin seit 2003 bei der Wikipedia und blogge schon seit vielen Jahren. Meine Webseite gibt es seit dem Jahr 2000 und davor habe ich im Lokalfernsehen eigene Sendungen produziert. Dennoch kann ich es verstehen, wenn andere Teilnehmer diese Form von Öffentlichkeit nicht wünschen. Unter Berücksichtigung der Enthüllungen durch Edward Snowden haben die Themen Datenschutz und insbesondere auch Datensparsamkeit eine vollkommen neue Relevanz erhalten. Dieser Aspekt wird bisher im ldlmooc ausgeklammert. Vielleicht aus gutem Grund. In Zukunft muss das Thema Öffentlichkeit aber auch immer mit dem Thema Datenmissbrauch mitdiskutiert werden. Das Internet hat seine kindliche Naivität verloren.

Was hat Dich motiviert, bis hierher, immerhin Woche 5, an der Stange zu bleiben?

Das Engagement von Jean-Pol Martin, die spannenden Aufgaben und auch der Umstand, dass dies mein erster MOOC ist, haben mich im besonderen Maße motiviert. Darüber hinaus halte ich das Konzept Lernen durch Lehren für “natürlicherweise sinnvoll”. Es ist nicht gedanklich konstruiert, sondern erschließt sich mir durch ein hohes Maß an Plausibilität. Zudem bin ich ein Praktiker und war erfreut über den Hangout mit Laura Cau.

Hat Dir etwas gefehlt? War Dir etwas zuviel?

Ich fand es schade, dass die Produkte der Teilnehmer und auch die Wochenaufgaben in den Hangouts nur eine Nebenrolle gespielt haben. Ebenso sind viele Diskussionen in Facebook entstanden, die nicht weiter aufgegriffen wurden. Hier hätte ich mir eine Einordnung oder Stellungnahme gewünscht.

Als “Zu viel” habe ich die verschiedenen Kommunikationskanäle empfunden. Es gab Facebook, Twitter, diverse Blogs, Google+ und die Hangouts. Hier wäre weniger sicherlich mehr gewesen. So habe ich auf unterschiedlichen Kanälen viele Doppelungen gefunden, die mich Zeit gekostet haben.

Wie hast du die Mit-Teilgeberinnen im MOOC wahrgenommen?

Ich fand die Anzahl der aktiven Teilnehmer sehr überschaubar. Das würde ich positiv beurteilen. Ich hatte eine Übersicht und das Gefühl, zu wissen, mit wem ich kommuniziere. Darüber hinaus war ich über die vielen verschiedenen Produkte, insbesondere aus der Woche, erstaunt. Hier haben die Teilnehmer alle kreativen Register gezogen. Es war einfach klasse.

Wie viel % der geteilten Inhalte hast Du Dir genauer angeschaut, schätzungsweise?

Die Inhalte der Teilnehmer habe ich mir zu 99% angeschaut. Die Inhalte von Jean-Pol Martin sicherlich nur zu ca. 30-50%. Es war irgendwann zu viel und ich fühlte mich erschlagen.

 

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