Brandywine und Baldwin - Drehtagebuch 2003

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Das Drehtagebuch für das Jahr 2003.

24. März 2003

Es passieren wieder einmal Dinge. Doch dringen die Informationen nur bruchstückhaft bis zu diesem, meinem Platze vor. Ich werde aber für euch dranbleiben, die notwendigen Informationen sammeln und euch hier bereitstellen. Vielleicht ist das die Ruhe vor dem Sturm.

26. März 2003

Wanze.gif

Es sind zecken- (oder waren es wanzen-) -artige Gebilde aus den Tiefen der Raumwelten bis in mein Auge gekrabbelt. Nicht ganz echt - oder wäre fertig der bessere Ausdruck - und nicht ganz ungefährlich, aber dafür umso krabbeliger. Natürlich konnte ich euch auch wieder dieses mal Beweismaterial sichern und stelle es euch links zur Verfügung. Sobald ich mehr weiß, melde ich mich wieder.

19. Juli 2003

Wer dieser Tage den Offenen Kanal Dortmund - so wurde mir berichtet - in seinem Televisionsapparat empfängt und just zum richtigen Moment einschaltete, wurde Zeuge einer wundersamen Begebenheit. So schien es doch, als mache dieser seltsame Kanal Zeitsprünge nun endlich möglich. Denn was ich sah, konnte unmöglich wahr sein. Alte Dinge, genau wie ich sie in Erinnerung trug, flimmerten dort über den Apparat. Nicht wie man es von Dingen kennt, die man einfach nochmal macht, wenn sie misslingen. Nein - und ich musste um Fassung ringen - was ich dort sah, war nichts geringeres als eine Wiederholung der bisherigen Ereignisse. Auch noch in diesem Moment, wo ich diese Zeilen schreibe, fällt es mir nicht leicht, das Gesehene zu verkraften.

Hui, das sitzt tief, jetzt muss ich mich erstmal wieder fassen...

7. September 2003

Hui, da hat es doch tatsächlich eines dieser zeckenartigen Gebilde geschafft, fertiggestellt zu werden. Wohl grausame Dinge sind dies, die ich da zu vermelden habe. Und diesmal kann ich sogar erstmalig bewegte Bilder vorweisen, die das Grauen dokumentieren können:

Außerdem konnte eine virtuelle Kommandobrücke das Licht der virtuellen Welt erblicken. Hier werden sich wichtige - und vor allem unwichtige - Dinge abspielen. Man achte in den späteren Folgen auf den unscheinbaren Kasten am linken unteren Rand der Frontscheibe der Brücke.

20. September 2003

Ein Mensch gleich in zweifacher Ausführung? Wie kann das gehen? Die Gentechnik haben wir doch schon lange hinter uns gelassen, und ich muss euch wohl nur noch mehr schockieren, wenn ich sage, dass es nicht nur die zweifache Ausführung, sondern gar eine mannigfache Ausführung war, die ich da gesehen habe. Eine Horde geselliger Roboter rekelte sich im Bilde, und, wenngleich es so schien, als wäre jeder sein eigener Herr, jeder ein eigenständiges Individuum, so traf dies nur auf den ersten Blick zu. Es waren die Fratzen nur einer Persönlichkeit zu verschiedenen Zeitpunkten - so schien es. Jede für sich eigenständig, und doch jede auch austauschbar und beliebig. Ich war schockiert.

5. Oktober 2003

Was soll ich groß schreiben, wenn nicht von der Tatsache, dass es mir geglückt ist, Bilder von der Brücke der stolen fish zu ergattern. Ich konnte mich einschleichen - oder wie auch immer man ein unerlaubtes (und doch erlaubtes) Eindringen rechtfertigen mag - und einige Aufnamen machen. Die Bilder kann ich nun exklusiv und erstmalig in diesen Zeilen meines nicht mehr so ganz geheimen Tagebuches präsentieren.

Ansonsten bleibt mir nichts weiter übrig, als diese Zeilen mit fassungslosen Worten der Bestürzung zu schließen, die mir nichts weiter ermöglichen, als mit den Worten zu ringen, die mir sonst doch immer so einfach in diese virtuelle Form des Papieres flossen. Es wird alles virtueller und die gegenständliche Welt löst sich "mir nichts dir nichts" vor meinen fassungslosen Augen auf. Möge uns dasjenige Wesen, welches die diversen Religionen "Gott" nennen, helfen, dies zu ertragen.

18. Oktober 2003

Endlich ist es soweit. Nach langer Mühe und vielen Verfangungen - ja, dieses Wort gibt es tatsächlich hier in unserer glorreichen Zukunft - ist es nun doch noch gelungen, dass erstmalig reale Personen, in die Lage versetzt wurden, eine virtuelle Kommandobrücke zu betreten und zu bedienen. Was eigentlich keiner - am wenigsten ich - noch für möglich hielt, ist nun doch noch eingetreten: Menschen reden mit blauen Wänden; und noch vielmehr: sie interagieren mit ihnen. Und letztendlich verschmilzt alles zu einem doch realististischen - auch dieses Wort aus der fernen Zukunft wird euch wohl fremd in den Ohren klingen - großen Ganzen. Auha.

22. November 2003

Nachdem sich die Dinge erst gar nicht so glücklich darstellten, konnte am Abend dennoch eine positive Bilanz gezogen werden. Eigentlich ist auch nichts wirklich neues passiert, was nicht schon längst geschrieben worden wäre. Einzig die Umstände, dass zum hiesigen Zeitpunkt die Dinge immer konfuser werden und die Zeit aus ihren Fugen gerät, ließen mich dazu bewegen, diese leeren Zeilen zu füllen; vielleicht ein letztes Zeichen, das ich noch mit gesundem Verstand fähig bin in geeigneter Weise zu artikulieren. Vielleicht ist auch schon alles zu spät und bald ist alles vorbei. Dann wirst du nach diesem Abschnitt keine weiteren mehr finden. Ich will es nicht hoffen.

Drehtagebücher: 2002 // 2003 // 2004